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Allmende-Klemme :Definition

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Betrachte 3 Beiträge - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
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  • 19. Mai 2004 um 18:17 #116 Antwort

    Anonym

    Theoretischer Hintergrund
    In der Sozialpsychologie werden Dilemmata in Form von experimentellen Nichtnullsummenspielen wie dem bekannten Gefangenendilemma etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet. Mit ihnen werden soziale Konfliktsituationen modellhaft nachgestellt, um Erkenntnisse über das Kooperations- und Entscheidungsverhalten zu gewinnen.

    Um eine Weiterentwicklung einfacher sozialer Dilemmasituationen handelt es sich bei den sogenannte Allmende-Klemme-Spielen, welche durch die Nutzung eines Gemeinguts (Allmende) durch mehrere Spielteilnehmer und während einer größeren Anzahl von Spielzügen gekennzeichnet sind. Die Situation der Allmende-Klemme ist charakterisiert durch:

    einen abnehmenden Gemeinnutzen bei zunehmender individueller Übernutzung des vorhandenen Gemeinguts
    einen kurzfristig höheren individuellen Gewinn für eine individuelle Übernutzung bei beliebigem Verhalten der anderen Spieler
    ein langfristig geringeren Gewinn für einen Spieler, der übernutzt, bei gleichzeitiger Übernutzung durch alle anderen, als wenn er und alle anderen das Gemeingut angemessen nutzen.
    Allmende-Klemme-Spiele – auch „Tragedy of the Commons“ genannt – beinhalten häufig eine ökologische Komponente, weshalb sie auch im Bereich der Umweltpsychologie eingesetzt werden.

    Die Grundform läßt sich an einem experimentellen Beispiel gut erläutern:

    Jede von vier Versuchspersonen erhalten ein Kapital von 10 Dollar und können diesen Betrag teilweise oder vollständig in einen Gemeinschaftstopf investieren, dessen Inhalt hierauf vom Spielleiter verdoppelt wird. Sie haben aber auch die Möglichkeit, das Geld für sich zu behalten und nur auf die Einzahlungen der Mitspieler zu hoffen, an deren Rendite sie ja automatisch beteiligt wären. Das Dilemma des Spiels liegt in seinen verlockenden Angeboten für den ganz persönlichen Egoismus, denn wenn ich selbst einen Dollar investiere, muß ich zunächst damit rechnen, nur 50 Cents zurückzubekommen, weil der Spielleiter meinen Einsatz zwar verdoppelt, aber dann wieder durch vier teilt. Gewinne kann man also nur dann erzielen, wenn meine Mitspieler entsprechend hohe Beträge investieren. Im Idealfall hieße das: Falls alle ihre 10 Dollar in den Gemeinschaftstopf werfen, bekommen alle den doppelten Einsatz wieder heraus. Es wäre aber raffinierter, den eigenen Anteil möglichst klein zu halten, und darauf zu vertrauen, daß die anderen weniger egoistisch denken und so doch vielleicht ein zählbarer Gewinn abfällt.

    In der Regel werden solche Spiele in mehreren Runden gespielt, wobei die Kooperationswilligkeit der Beteiligten in den ersten Spielrunden zwar erstaunlich hoch ist, dann aber mehr oder weniger dramatisch nachläßt, so daß die Versuche schließlich regelmäßig in allgemeinen Verlustgeschäften enden. Mit dem Vertrauen in die Mitspieler reduziert sich naturgemäß die Investitionsbereitschaft, und am Ende gibt es für jeden eingezahlten Euro dann tatsächlich nur noch 50 Cent retour.
    Quelle [] http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/

    1. Oktober 2007 um 18:10 #608 Antwort

    Anonym

    Inzwischen wurde ich häufig gefragt, warum ich diesen Artikel hier veröffentlich habe und warum die Allmende Klemme so interessant ist.

    Als Autor anspruchsvoller Fiction (z.B. Science Fiction) ist man angehalten sich mit wirtschaftlichen Konzepten und möglichen technologischen Entwicklungen eines sich ständig weiter entwickelnden Wissensstand in der Zukunft wissenschaftlich auseinander zu setzen.

    Ein Beispiel ist das Terraforming und die Kolonialisierung anderer Welten.

    1. In erster Disziplin hat die Menschheit bereits ein sehr erfolgsversprechendes Projekt auf die Beine gestellt: Die Terraformung der Erde in einen für Menschen unbewohnbaren Mars ähnlichen Planeten.
    2. Die Kolonialisierung anderer Welten ist aus technologischen Gründen zumindest für die nächsten 1000 Jahre als extrem unwahrscheinlich einzustufen. Vergleichbar währe es sich darauf zu verlassen, blind Autofahren zu können – ist möglich aber nicht sehr wahrscheinlich.

    Die Erde als funktionierendes Ökosystem ist also ein Ressource, eine durchaus sehr begrenzte Ressource wie es objektive Wissenschaftler bereits seit Jahrzehnten wissen und zunehmend auch die breite Öffentlichkeit. Eine Ausnahme stellen vereinzelte und fast ausnahmslos durch die Wirtschaft unterstützten Wissenschaftler dar, die noch immer an der Verbreitung von offensichtlichen Falschinformationen arbeiten.

    Wenn wir, als Menschheit, es nicht in einem sehr nahe gelegenen und somit völlig absehbarer Zeitfenster schaffen die Umweltverschmutzung extrem zu verringern, werden wir für jeden Euro den wir durch Billigung von Umweltverschmutzung mehr verdient haben in der Zukunft ein vielfaches an Euro (zwischen 1:10 bis zu 1:20) für unsere Säumnisse zahlen. Nicht nur unsere Kinder, auch unsere Generation wird noch zur Rechenschaft gezogen werden.

    Aus dieser bestehenden Allmende Klemme auszubrechen beinhaltet die Fähigkeit wirtschaftliche Systeme und ökologische Zusammenhänge sowie daraus resultierende Selbsteinschränkungen in ein neues und zukunftsfähiges System zu integrieren, daran werden künftige Generationen die Leistungen unsere Epoche messen.

    BZ

    1. Oktober 2007 um 18:28 #609 Antwort

    Anonym

    Mit Manager sind Personen gemeint, die für Organisationen, Unternehmen sowie Staaten Entscheidungen moderieren und tragen müssen. Das Fachwissen um die Allmende-Klemme ist eine Wissensgrundlage für lokal-verantwortliches Verhalten in einer vernetzten Welt, in der sich Systeme gegenseitig beeinflussen.

    BZ

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Antwort auf: Allmende-Klemme :Definition

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