Situationistische Internationale
Aus Progressive Kunst Bewegung
Die Situationistische Internationale (1956-1973) war ein Zusammenschluss von Künstlern und Theoretikern mit dem Ziel, das Alltagsleben umzuwandeln. Statt die offiziellen Bilderwelten und Inszenierungen hinzunehmen, sollten die Menschen durch Entfaltung ihrer Fantasie und Kreativität zu einem selbstgesteuerten leben finden und den öffentlichen Raum zurückerobern.
Vom Werkbund, in dem ebenfalls (neben Firmen) Künstler und Theoretiker eine Erneuerung der Alltagskultur anstrebten, unterscheidet sich die situationistische Internationale dadurch, dass sie den Ansatz nicht in der dinglichen Kultur sucht, sondern in der Emanzipation des Individuums. Die Praxis der SI zielte auf kulturelle und politische Selbsttätigkeit als Hebel zur Revolutionierung eines kolonialisierten Alltags und einer fremdbestimmten Gesellschaft.
