Künstler & ARTlife
From Progressive Kunst Bewegung
Künstlerprogramm: Dieses ist zum einen als gesellschaftlicher Problemlösungsprozess und zum anderen als Realisierung von sozialverträglichem Egoismus auf dem Weg zum Selbstzweck des Künstlers. Hierzu gehört auch die soziale Rolle des Künstlers als unruhiges Element der Gesellschaft das zwischen den Grenzen hinunherschlägt und so veränderungen herbeiführt.
Wer ein Künstler ist lebt ARTlife, wer ARTlife lebt muß noch lange kein Künstler sein. (muß hat hier befreienden Charakter)
Das Ausleben von ARTlife beinhaltet:
- Sozial,
- intensiv
- und kommunikativ leben,
- Ästhetik und Lebensfreuden genießend,
- kreativ arbeiten und gesellschaftsverträgliche Selbstverwirklichung erreichen.
Contents |
Künstler als gesellschaftliche Begrifflichkeit
Der Begriff Künstler als Selbstbezeichnung oder Identifikation ist für halbwegs Begabte, die sich dessen bewusst sind, gefährlich und schwierig. Warum ist das so? Zum einen könnte die Verwandtschaft zum Unternehmensberater als Sammelbegriff von Niveaulosigkeit und vereinzelten Qualitäts-Unikaten zu groß sein, auf der anderen Seite wird der Begriff kulturgeschichtlich verherrlicht wie das Genie.
Reduktion ist Genie
Als solches ist der Künstler gefangen in den Augen der Gesellschaft entweder als nutzloser bzw. fauler Schrottproduzent angesehen zu werden oder aber als unsympathisches zumindest aber fremdartiges Genie. Denn Genies haben in den Augen der Gesellschaft tot zu sein oder zumindest Unerreichbar, damit keine Vergleichbarkeit mit eventueller Überlegenheit des Künstlers entstehen kann.
Sich selbst als solches zu benennen zeugt weder von Bescheidenheit noch vom Gegenteil, der Überheblichkeit, impliziert aber beides. Mit dem Begriff Genie klingt beides nach, bei Neidern, Verehrern und Gleichgesinnten.
Künstler in zwei Schritten
Viele weitere Aspekte fließen in eine vollständige Defintion ein, die hier zugunsten von zweien vernachlässigt werden.
Akonformität
Hier geht es nicht um die beiden Enden der Dimension von Konformität, die sich zum einen in der Konformität zum anderen in der Nonkonformität als Extrem, der jeweiligen Ausprägung der Konformität vereinen als jeweils Angepaßt. Zum einen an eine Haltung zum anderen an eine Antihaltung als konformer Umgang. Die ausschlaggebende Eigenschaft der Akonformität ist das losgelöst sein von Anpassungsprozessen an sich. Jedes Stück Unabhängigkeit von diesem Prozess kostet den Verstand und/oder sehr viel Energie bis hin zu der Anforderung in sich und seinen Werten zu ruhen. Alleine die Anstrengung einen eigenen Moralkodex zu entwickeln und laufend zu erneuern bzw. überprüfen mag als Grundlage und jetzt als Beispiel dienen.
Verarbeitendes Leiden
Die zweite Schöpfensquelle ist ein empatisch intensiver Prozess mit der Umgebung und dem Leben an sich, das nicht nur ein bischen empfunden wird, sondern schutzlos: Indem bildlich barfuß über Seide, Sand und Scherben gegangen wird entseht eine extreme Konfrontation die nötige Kräfte für Konflikte freisetzt. Dieser Prozess basiert auf Defiziten der Realität, gegenüber dem "denkbar höchsten Glück", bzw gegenüber dem "denkbar höchsten Anspruch an sich und die Umwelt". In der Diskrepanz zur Ist-Situation schafft die intellektuelle Vision sowohl der Überbrückung als auch des Ausdrucks motivneutraler Ablichtungen von Lebens- Eindrucks-Ausschnitten.
Der Markt
Der Markt als Lebensgrundlage der Künstler, sofern sie von selbiger Leben, ist zweifelslos eine mächtige Determinante im Leben eines Künstlers das in diesem Programm als ARTlife gefordert wird.
Segen und Fluch, so werden nur Richtungen, die im Rahmen komerzialisierbarer Interessen bedient werden können, gefördert. Richtungen sowohl des Wirkens als auch der Motive. Sozial positive Tendenzen werden sowohl verhindert als auch negleschiert. Der Markt, der Kommerz - und es bleiben keine Illusionen - ist als der Inbegriff des Utilitarismus zu sehen, wobei ersetzt werden kann durch: Größtmöglicher Gewinn für die größtmöliche Anzahl, in finanziel multiplizierbarem Sinne. Dem gegenüber wirkt eine bildungselitäres und alteingesessenes Kunstestablishment, das stets um Markt-ab- und -aus-grenzungen bemüht ist.
Schutz vor Schrott Im Namen der größtmöglichen Wahrnehmungsintensität der größten Anzahl von Menschen mit größtmöglicher Dankbarkeit, das uns, dank des Markts, der größte Schrott erspahrt bleibt.
Das Beste Selbiges läßt sich auch für das obere Skalenende sagen. Für die ersten Kulturkrümel bedurfte es die Ausbeutung von Abertausenden. So verhält es sich noch heute, nicht in dimensionen des Wohlstands aber der Bildung. Millionenfach vergießen wir Bildungsgelder um ein Kulturwerk höchster Güte - einen gesamtgesellschaftlichen epochalen Kulturgewinn für einen Schritt Richtung Glück zu erhalten. Doch so läßt es sich nicht rechnen, schaffen nicht Alle auf dem Weg dorthin gemeinsam ein Klima eine Kulturentität die ein soches erst ermöglicht! Es liegt im Interesse der Politiker Kunst, die Künste, Bildung, ja letztendlich die Kritik nur in konformen Maße zu fördern als das sie sie selbst überleben.
--Burgy Zapp 02:31, 11. Okt 2005 (CEST)
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