Werkstil:Artifizieller Realismus
Aus Progressive Kunst Bewegung
Inhaltsverzeichnis |
Kulturgut & Priming
Zusammenfassung: Der Artifizielle Realismus setzt sich mit Vorbildern und der Gesellschaft auseinander. Dabei rückt er sie in ein Licht, dass einer kritischen Analyse gleichkommt.
Zugeordnete Vertreter: Constantin Schroeders
Der Ursprung des Werkstils
In der Bildsprache "Lichtkegel" fallen entfernte Ähnlichkeiten zum Kubismus auf. Dieser hat sich aber auf Inhalt und Gegenstand nicht ausgewirkt.Der Werkstil ist aus folgenden Werkstilen hervorgegangen:
Kulturelle Grundlagen
Oft sind berühmte Werke der Literatur und Kunst wichtig für das Verständnis.Kunst-Feature
Werkstil Artifizieller Realismus
Kommunikation & Technik
Sprach-Eigenschaften
Im Bildaufbau distanziert sich der Stil bewusst nicht von einer plakativen Darstellungsweise. Dabei werden Elemente aus der Werbung verwendet, aus Photographien und alltäglichen Szenen.Utilitarisierte Mechanismen
Elemente aus berühmten Kultur-Werken, Vorbilder und Motive aus der Werbung werden neu inszeniert. Der Bildaufbau wird zerschnitten durch lichtkelartige Stahlen.Merkmale & Identifikation
Licht kegelartige Strahlen und zerschnittene, versetzte oder collagenartig neu zusammengefügten Szenen und Figuren sind markantes Merkmal dieses neuen Berliner Stils.
Ziele & Inhalte
Intention & Ziele
Inhaltliche und thematische Dinge werden zweitrangig, sie treten hinter die Komposition zurück. Ein Bild muss kompositorisch harmonisch sein, inhaltlich darf es kippen, schreien, lachen.Gegenstand & Inhalt
Inhaltlich steht beim Artifiziellen Realismus die Individualisierung der menschlichen Figur im Vordergrund. Wie ein roter Faden zieht sich die Isolation des Einzelnen durch das künstlerische Schaffen Constantin Schroeders. Oft kombiniert er diese Thematik mit klassischen Elementen einer vergangenen Bildsprache. In seinen Bildern erschafft er fiktive Welten, indem er realistisch wiedergegebene Motive aus Filmen, Photographien und Skizzen collagenartig mixt. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht so die Erforschung und Auslotung der individuellen Rezeption von medial geprägter Wahrnehmung.Werkstil:KubismusFeature:Constantin Schroeder - Artifizieller Realismus
Stil / Arbeitstitel
Constantin Schroeders "artifizielle Realitäten" zeigen den künstlerischen Umgang mit Vorbildern und deren inhaltliche Transformation in das Jetzt. Sie deuten schon Vorhandenes, stellen dieses in neue Zusammenhänge und schaffen damit etwas Neues. Schroeder arbeitet mit Elementen aus der Werbung, er beschäftigt sich mit Motiven aus berühmten Werken der Kunstgeschichte, er schöpft aus Photographien und aus alltäglichen Szenen.
Entscheidend für den Begriff "Artifizieller Realismus" ist: In ihrem Bildaufbau wollen sich die Bilder bewusst nicht von einer plakativen Darstellungsweise distanzieren. Die zerschnittenen, versetzten oder collagenartig neu zusammengefügten Szenen und Figuren sind das markante Merkmal dieses neuen Berliner Stils. Jedes Gemälde ist mit Hilfe von lichtkegelartigen Strahlen und Farbflächen strukturiert und streng durchkomponiert. Inhaltliche und thematische Dinge werden zweitrangig, sie treten hinter die Komposition zurück. "Komposition ist alles!" sagt Constantin Schroeder. "Das Wichtigste: Ein Bild muss kompositorisch harmonisch sein, inhaltlich darf es kippen, schreien, lachen."
Inhaltlich steht beim Artifiziellen Realismus die Individualisierung der menschlichen Figur im Vordergrund. Wie ein roter Faden zieht sich die Isolation des Einzelnen durch das künstlerische Schaffen Constantin Schroeders. Oft kombiniert er diese Thematik mit klassischen Elementen einer vergangenen Bildsprache. In seinen Bildern erschafft er fiktive Welten, indem er realistisch wiedergegebene Motive aus Filmen, Photographien und Skizzen collagenartig mixt. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht so die Erforschung und Auslotung der individuellen Rezeption von medial geprägter Wahrnehmung. Beherrscht werden die Werke von Berliner Szenen, Eindrücken und Stimmungen. Der Künstler schafft nicht nur Hommagen und bewusste inhaltliche Bezüge an Berlin, die sich dem Betrachter mehr oder weniger subtil offenbaren, er komponiert auch neue Bildwelten, die sie mit Zitaten ,aufladen' und so die Aufmerksamkeit des Betrachter provozieren wollen.
Die neuesten Arbeiten beschäftigen sich verstärkt mit Ikonen und Vorbildern der Werbe- und Modewelt, beispielsweise mit dem Model Naomi Campbell. Die Werke reflektieren zeitgenössische Ästhetik, die allerdings nicht als bloße Wiedergabe des makellosen Schönheitsideals zu verstehen sind.
Kunsthistorisches
Die Stilbezeichnung für Constant Schroeders Arbeiten - Artifizieller Realismus - hat sich bisher gegenüber der Stilbezeichnung Berliner Kompositionen durchgesetzt. Dies ist nicht zuletzt darauf zurück zu führen, dass seine Inspirationen nicht nur auf Berlin zurückzuführen sind und der Arbeitstitel Artifizieller Realismus weitgreifender ist und somit nützlicher scheint. (BZ)
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